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London – Allgemeines [Teil 1]

Dienstag, 4. Januar 2011

Als dritte umfangreichere Monatsserie habe ich mich nun für die bevölkerungsreichste Stadt Europas entschieden: Für London. Mit seinen fast 14,5 Millionen Einwohnern rund um und in der Metropole ist sie die größte Stadt Europas und gleichzeitig die Hauptstadt Englands und des Vereinigten Königreiches (United Kingdom). Sie bietet somit eine der größten englischsprachigen Metropolen der Welt und für euch als Touristen eine der interessantesten Städte in Europa.

Das Klima der englischen Metropole

London befindet sich, wie Deutschland, in einer gemäßigten Klimazone. So kommt es, dass Ihr im Sommerurlaub nicht mit tropischen Temperaturen rechnen müsst und im Winter nicht mit voller Skiausrüstung in den Urlaub fahren müsst. Im Sommer liegen die Temperaturen dann maximal bei 24 Grad Celsius und im Winter minimal bei 2 Grad Celsius. Jedoch kommt es auch in London zu Hitzeperioden, die London in einen 35 Grad Celsius warmen Kochtopf verwandeln können. Deshalb sollte man sich auch hier vor der Reise noch einmal genau informieren.

Das Niederschlagsniveau liegt jedoch über dem Niederschlag in Deutschland. „It´s raining cats an dogs“ wird, wie auf dem Rest der Insel auch in London öfter mal ernst genommen. So regnet es durchschnittlich ein Drittel bis zur Hälfte des Monats, das ganze Jahr konstant durch. Gummistiefel und Regenschirm können dies jedoch wieder richten und die Stadt entschädigt euch für die regnerischen Tage.

Die Geschichte der Stadt an der Themse

Im Allgemeinen geht man davon aus, dass London bereits von den Römischen Siedlern ca. 50 Jahre n. Chr. gegründet wurde. Römische Wälle und Straßen zeigen noch heute Spuren, die die Römer damals hinterließen. Während des Falls des Römischen Reiches, zogen sich die Eroberer jedoch zurück und die Stadt wurde zwischen 400 und 500 n.Chr. erstmals zerschlagen. Die Wiederbesiedlung nahmen dann die Angelsachsen langsam wieder wahr. Im Jahre 900 n.Chr. konnte dann erstmals wieder von einer Siedlung an sich gesprochen werden, die sich hinter den Stadtmauern langsam entwickelte. Als Wilhelm der Eroberer dann von der Normandie aus London erreichte, stieg dieser in eben jener Stadt zu Wilhelm I. von England auf und ernannte London zur Hauptstadt Englands.

Neben Wilhelm I. hatte damals die katholische Kirche die meiste Macht im frühen London nach der Jahrtausendwende. Dies sollte sich jedoch bald ändern, als London sich zur heutigen Handelsmacht entwickelte. Wichtiger Teil dieser Entwicklung waren die Kaufmannsgilden und die Erschließung der Stadt über die Themse hinaus mit Hilfe der „London Bridge“. Mit dem endlich herannahenden Ende der Vorherrschaft der katholischen Kirche, durch die Reformation von 1535, konnte sich London abseits der Kirche nur mit Hilfe des selbst gewählten Bürgermeisters entwickeln und erreichte somit auch die Unabhängigkeit von der Londoner Krone. Später bekräftigte die „Magna Charta“ die Unabhängigkeit der Londoner.

Ab 1343 wird in ca. fünf Jahren die Hälfte der Bevölkerung durch die Beulenpest hingerafft und erstmals erfolgte ein wirtschaftlicher Stillstand. Dieser hält jedoch nicht lange an und unter Queen Elizabeth I. erlebt London die schnellste wirtschaftliche Entwicklung bisher. Ihr nicht so eloquenter Nachfolger Charles I. legte sich jedoch mit dem Parlament an und musste spüren, wie ihm die Demokratie den Kopf abschlug. Die Wiederherstellung der konstitutionellen Monarchie wurde von Charles II. unter großen Bemühungen wieder erreicht. Schließlich wurden die Einwohner Londons in den Jahren 1665 und 1666 wiederum von der „Großen Pest“ und darauf vom „Großen Brand von London“ heimgesucht. Neben der früheren Pest war dies eine der herbsten Rückschläge für die einwohnerreichste Stadt Europas.

Die industrielle Revolution schaffte dann den größten Aufschwung Londons. Als größte Handelsmacht Europas wurde so mit Unterstützung des Handels am Hafen eine Industriemacht geboren. Die Vororte Londons wurden mit Eisenbahnlinien erschlossen und der südliche Teil Londons erhielt eine Brücke nach der anderen. Durch die Erlangung des Frauenwahlrechts 1918 entstand eine weitläufig erstmalige Emanzipation in der Kaufmannsstadt. Unter Queen Elizabeth II. gelangt Margarte Thatcher an die Regierung. Eine weitere Blütezeit für London bricht bis zum Jahr 1989 an.

Im Jahre 1997 dann der Schock: Prinzessin Diana wird mit Ihrem Lebensgefährten Dodi Al-Fayed bei einem schweren Autounglück getötet. Bei dem darauffolgenden Schweigen verliert Queen Elizabeth II. an Glaubwürdigkeit und Sympathie. Am 7. Juli 2005 reagiert die Queen jedoch prompt auf die Anschläge, die mit vier Explosionen im Berufsverkehr Londons 56 Menschen töteten und über 700 Menschen verletzten. So erlangte sie wiederum Sympathie und Ansehen bei den Londonern.

Das heutige London

Trotz der Anschläge im Jahr 2005 entwickelt sich London als Metropole immer weiter. So ist London weiterhin wirtschaftliches Zentrum Europas. Heute lebt die Großstadt  vom Dienstleistungssektor, der mit finanziellen Dienstleistungen an der Börse, öffentlichen Printmedien und dem Tourismus immer noch schwarze Zahlen schreibt. Weiterhin wird heute der Londoner Flughafen Heathrow als Export-Zentrum genutzt, nicht mehr der Londoner Hafen. Dieser gilt als einer der größten Flughäfen in Europa und hat eine große Bedeutung für den wirtschaftlichen Export und Import, sowie für den Tourismus.

So ist es nur natürlich, dass die Stadt London, die jährlich von mehreren Millionen Touristen heimgesucht wird, heute als kulturelles Zentrum Englands gilt. Besonders profitiert London von seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, Theatern, Museen und auch historischen Sehenswürdigkeiten. London in 2011 präsentiert sich euch als weltoffene Stadt mit gut ausgebautem U-Bahnnetz, das sich nicht von den Terroranschlägen unterkriegen lässt.

Im folgenden Teil der Wochenserie werde ich so für euch auf die Sehenswürdigkeiten eingehen und euch zeigen, was Ihr in der weltoffenen Stadt im Südosten Englands erleben könnt und was Ihr euch einfach ansehen müsst.

Bild CC-BY: costi
 

Tags: England London

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