Wenn man an Amsterdam denkt, springen einem vor allem als erstes Bilder von Marihuana, Rotlichtbezirk und Grachten in den Kopf. Da ist man als Tourist schon einmal nicht auf der falschen Fährte, denn Amsterdam besteht eben aus jenen drei Tourismusmagneten und noch viel mehr. Deshalb nehmen wir euch heute mit auf einen kurzen Trip durch die allzu charmante und kontroverse Hauptstadt der Niederlande.
Allgemein gesehen liegt Amsterdam in Nord-Holland und ist durch den Nordseekanal mit der nördlichen See verbunden. In den sieben Bezirken der Stadt leben ungefähr eine Millionen Menschen und rund doppelt so viele Touristen schlendern jedes Jahr durch die Hafenstadt. Der meistbesuchte Bezirk ist wohl das Zentrum der Stadt: Amsterdam-Centrum. Hier findet Ihr den großen “Grachtengürtel” der Stadt und fast alle Sehenswürdigkeiten. Dieser Gürtel zieht sich fast wie ein Sechseck durch das gesamte Zentrum der niederländischen Hauptstadt.
Auf den Kanälen könnt Ihr Rundfahrten machen und euch die vielen verschiedenen Hausboote ansehen, die die Grachten als Wohnraum nutzen.
Zwischen der “Amstel“, dem “IJ-Fluss” und der “Singel” könnt Ihr so viele der charismatischen Boote oder den treibenden “Bloemenmarkt” bewundern, die den Flüssen und Gräben Leben verleihen. Das bekannteste an den Grachten sind jedoch die Grachtenhäuser. Diese sind typisch für Amsterdam schmal, hoch und schief. Schmal und hoch, weil jeder Zentimeter an der Gracht früher teuer versteuert wurde und schief, weil Amsterdam selbst auf Holz- und Stahlträgern steht, damit es nicht untergeht. So bekommt Ihr zwischen den ganzen Wassergassen das Flair von Venedig, gepaart mit den charismatischen schiefen Grachtenhäusern und den vielen kleinen Brücken, die die Kanäle überqueren. Ein kleines eigenes Venedig in Holland also.
Direkt nach den Grachten sind die größten Anziehungspunkte das Rotlichtviertel und die “Coffeeshops” in Amsterdam. In “De Wallen” im westlichen Zentrum Amsterdams arbeiten seit Anfang dieses Jahrtausends völlig legal Liebesdamen, die sich in den Fenstern Amsterdams anbieten.
So hat das älteste Gewerbe der Welt hier einen freien Raum, der die illegale Prostitution verdrängen soll. Ein Gang durch dieses Viertel ist meist oft so interessant, wie auch für manch einen unangenehm. Wer dann weiterhin frivolen Aktivitäten nachgehen möchte, profitiert von der weit auszulegenden rechtlichen Situation der Betäubungsmittelgesetze in den Niederlanden, wenn man es umständlich ausdrückt. Klartext ist, dass man in Amsterdam in mehreren Coffeeshops in der ganzen Stadt völlig legal Marihuana konsumieren darf. Das nutzen auch viele Touristen aus und es bleibt schließlich euch selbst überlassen, ob Ihr dieses Erlebnis in der grünen Hochburg ebenfalls machen möchtet.
Amsterdam hat aber auch unter anderen konservativeren Gesichtspunkten, kulturell viel zu bieten. So könnt Ihr an den verschiedenen Plätzen der Stadt. wie als grobes Beispiel dem “Muntplein” oder dem “Koningsplein”, viele Museen, Galerien und historisch wichtige Gebäude entdecken. Bei den Museen sind die Maler Rembrandt und Van Gogh natürlich als niederländische Künstler am beliebtesten und bieten viele Ausstellungsstücke in den verschiedensten Kunsthäusern.
Direkt nach eben jenen Malern ist eines der meist besuchten Museen das Anne Frank Haus, das an der äußeren Prinsengracht die Geschichte eines jüdischen Mädchens erzählt, das dem Dritten Reich zum Opfer fiel. Direkt hiernach kommt der „Paleis op de Dam“, der 1665 als Rathaus entworfen wurde und heute als das Repräsentationshaus der niederländischen Königsfamilie, die bei den Niederländern sehr beliebt ist, fungiert. Den klassischen Palast könnt Ihr außerhalb der königlichen Besuche aber auch gegen einen mittleren Obolus besichtigen. Letztlich ist die „Westergasfabriek“ am rande der Stadt seit 2003 ein großer Besuchermagnet. Seit dem Umbau des damaligen Industrieviertels in ein Kulturviertel mit Restaurants, Kinos und Theatern tummeln sich hier Touristen, wie Einheimische an den Wochenenden.
Wenn Ihr euch also für einen Besuch Amsterdams entscheiden solltet, gibt es für jeden Geschmack das Richtige. Zwischen der unterschiedlichsten Kultur, den Shoppingmeilen, dem Rotlichtviertel und den historischen Grachten könnt Ihr durch die kleinen Gassen mit den Cafés und Restaurants bummeln und Ihr werdet bei jedem Besuch mehr entdecken. Amsterdam ist so vielfältig wie ansprechend, eine Metropole, die den typisch niederländischen Charme beibehalten hat. Als letzten Tipp für eure Reise nach Amsterdam geben wir euch das hier mit: Hollandräder sind verdammt schnell und wer auf einem Fahrradweg stehen bleibt, wird es das Erste und letzte Mal tun.
VIA iamsterdam.com, staedte-reisen.de




